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ÜbersichtZivildienst2.1. Freiwilliger zusätzlicher Zivildienst

2.1. Freiwilliger zusätzlicher Zivildienst

Mit Zustimmung Ihrer Dienststelle haben Sie als Zivildienstleistender die Möglichkeit, freiwilligen zusätzlichen Zivildienst im unmittelbaren Anschluss an Ihren Zivildienst zu leisten. Dies geht jedoch nur, wenn Haushaltsmittel zur Verfügung stehen (§41a Zivildienstgesetz (ZDG)).


Der freiwillige zusätzliche Zivildienst ist für mindestens drei bis höchstens sechs Monate und nur für volle Monate möglich. Die Verlängerung des Zivildienstes können Sie nur einmal beantragen. Einen solchen Antrag können Sie frühestens zwei Monate nach Beginn des Zivildienstes stellen. Er sollte jedoch möglichst bis zum Ende des vierten Dienstmonats dem Bundesamt für den Zivildienst vorliegen.


Wird dem im Einvernehmen mit Ihrer Dienststelle gestellten Antrag durch das Bundesamt für den Zivildienst entsprochen, erhalten Sie einen geänderten Einberufungsbescheid.


Tipp: Damit das Bundesamt für den Zivildienst alle erforderlichen Angaben hat, können Sie den "Antrag auf freiwilligen zusätzlichen Zivildienst" als Formular im Internet herunter laden.


Rechtliche Stellung


Für die Dauer des freiwilligen zusätzlichen Zivildienstes haben Sie die Rechtsstellung eines Dienstleistenden, der als anerkannter Kriegsdienstverweigerer Zivildienst leistet. So haben Sie beispielsweise Anspruch auf Geld- und Sachbezüge, freie Heilfürsorge und erhalten eventuell Unterhaltssicherungsleistungen sowie Berufsförderung.


Auch im freiwilligen zusätzlichen Zivildienst gilt, dass Sie Ihren Dienst ordnungsgemäß verrichten müssen. Es gelten jedoch verschiedene ergänzende und teilweise abweichende Spezialregelungen.


Ab dem siebten Dienstmonat erhalten Sie die Soldstufe 3 (10,95 Euro) kalendertäglich.


Die Dienststelle hat darüber hinaus die Möglichkeit, im Zeitraum des freiwilligen zusätzlichen Zivildienstes einen Zivildienstzuschlag bis zu einem Betrag von 20,45 Euro kalendertäglich zu zahlen.


Für jeden Monat des freiwilligen zusätzlichen Zivildienstes erhalten Sie ein Zwölftel des zustehenden Jahreserholungsurlaubs.


Als freiwilliger Zivildienstleistender können Sie auf Ihren Antrag hin vorzeitig aus dem Zivildienst entlassen werden, wenn Ihre Dienststelle einverstanden ist, oder wenn Sie persönliche Härtegründe geltend machen.